Der Graue Star / Die Katarakt

Was ist ein Grauer Star?

Mit Katarakt, im Volksmund auch Grauer Star genannt, bezeichnet man die Trübung der in jungen Jahren meist klaren Augenlinse. Die Augenlinse, die ca. 9-10 mm groß ist, sitzt als fokussierender Bestandteil des optischen Systems im so genannten Kapselsack. Durch die Trübung der Augenlinse werden einfallende Lichtstrahlen nicht mehr gebündelt und auf die Netzhaut fokussiert. Dadurch wird das Licht vielmehr gestreut und absorbiert. Die Folgen für den Patienten: er sieht alles, wie durch einen Schleier, Farben verblassen, Kontraste werden schwächer und die Blendungs­empfind­lichkeit nimmt zu. Das nebenstehende/folgende Bild zeigt den Seheindruck mit einer fortgeschrittenen Katarakt.

weiße katarakt
Katarakt

 

Ehepaar

Der Graue Star ist keine Krankheit im engeren Sinne, sondern in den allermeisten Fällen eine Begleiterscheinung des Alters, die erfolgreich mittels Katarakt-Operation behandelt werden kann.

Meist ist die natürliche Augenlinse bis zu einem Alter von 50 Jahren durchsichtig wie Glas. Doch mit zunehmendem Alter trübt sie sich allmählich ein - ähnlich wie die Haut, die faltiger wird oder die Haare, die grau werden. Zunächst stellt man oft fest, dass man bei Nacht empfindlich auf Blendungen reagiert, die Farben verlieren an Leuchtkraft und die Kontraste nehmen ab.

Bleibt der Graue Star unbehandelt, kann das Sehvermögen und damit die Lebensqualität erheblich behindert werden – bis hin zur Erblindung.

 
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